Wintersonnendwende 21. Dezember

Wir erleben die Zeit der geweihten Nächte. Sie verheissen das Wissen um die grosse Umkehr, den Wiederaufstieg des Lichts. Weihe, die Einweihungsenergie begleitet uns immer spürbarer.

Der 21. Dezember, die Wintersonnenwende beschert uns den kürzesten Tag und die längste, tiefste Nacht des Jahres. Die Sonne erreicht den tiefsten Stand am Horizont. Am Nordpol geht sie gar nicht erst auf. (Gleichzeitig feiert die südliche Hemisphäre die Sommersonnenwende).Wir erleben die Nacht der Umkehr, das Mysterium eines kosmischen Wendepunktes.
Unter der Erde, im Boden unter unseren Füssen sammeln sich die Kräfte zu neuem Leben. Eine neue Energie baut sich auf. Es geht wieder in Richtung Sonne und Leben.
Wir sind eingeladen, im Bewusstsein des wiederkehrenden Lichts zu feiern und uns auf die dem Körper innewohnenden Kräfte zu besinnen, uns dem Leben zuzuwenden. Wir feiern die Wiedergeburt der Lebensfreude.
Unser eigenes, bewusstgewordenes, zurückgekehrtes Licht, ICH BIN, bleibt für immer ein wesentlicher Teil von uns und befähigt uns, die Dunkelheit, unsere „dunkle“ Vergangenheit, unsere Schatten zu integrieren. Wir erlösen sie aus ihrer alten Bedeu-tungsgebung und ihrer niedrigen Schwingungsfrequenz.
Verbunden mit der Natur, den Elementen spüren wir, dass sich etwas verändert, dass neues Leben aufkeimt, bevor es sichtbar wird.
Aus anderen Kulturen sind jahrtausende alte Bräuche bekannt. Ursprünglich war das Lichtfest ein heidnischer Feiertag.
Die Römer feierten den Geburtstag der unbesiegbaren Sonne, „sol invictus“. Kaiser Konstantin liess 330 n.Ch. das heidnische Lichtfest umbenennen in „Lux mundi“ = das Licht der Welt, der neue Christengott. Er ernannte das Christentum zur Staatsreligi-on.
Aegypten feierte Isis und die Geburt des Horuskindes.
Die Kelten nannten es die „Jahresnacht“ = der ganze Tag ist Nacht. Sie zelebrierten das Julfest, auch Mutternacht genannt. Die Göttin gebiert das wiedergeborene Sonnenkind.
Für die Griechen bedeutete es den „Stillstand der Sonne“.

Als Teil der Menschheitsgeschichte sind wir eingeladen, uns vom Zauber, der Mystik der Wintersonnwend-Energie berühren zu lassen. Diese Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, das vergangene Jahr zu würdigen und unseren Lebensraum frei zu machen für Neues, die Sonne zu begrüssen.
In vielen Ritualen wird der Tanz ums Feuer zelebriert. Wir erin-nern uns an die transformierende Kraft in unserem Inneren, an die Leidenschaft für unser wahres Sein und für unsere Reise. Wir fühlen und feiern die tiefe Verbundenheit mit dem Kosmos, den Kräften der Natur und das Einssein der gesamten Schöpfung.